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Eine hitzige Diskussion unter Kollegen

Arbeiten mit Freunden: Kommunikation im Team

Montagmorgen im Büro und Sie könnten direkt schon wieder ins Wochenende gehen? Frust am Arbeitsplatz ist leider keine Seltenheit. Laut der Gallup-Studie von 2011 geben bis 15 % aller Mitarbeiter eines Unternehmens an, keine Bindung zu ihrer Firma zu haben, während mehr als 60 % der Arbeitnehmer nur Dienst nach Vorschrift machen.

Oft liegt die miese Stimmung im Büro an einer schlechten Kommunikation im Team. Wenn Gespräche regelmäßig im Streit enden, die Arbeitslast über den Kopf wächst oder der neue Kollege immer öfter Unzufriedenheit heißt, dann ist dringend Handlungsbedarf angesagt, um das Betriebsklima von Dauerregen wieder auf Sonne umzustellen.

Eine gute Kommunikation im Team hat dabei nachweisbar viele Vorteile. In einem guten Betriebsklima sinkt der Stress und somit auch die psychische Belastung am Arbeitsplatz. Mitarbeiter, die sich wohlfühlen, identifizieren sich eher mit dem Unternehmen. Sie geben sich mehr Mühe und bringen so deutlich bessere Arbeitsergebnisse. Glückliche Mitarbeiter werden obendrein zu langfristigen Mitarbeitern: Ein gutes Arbeitsklima senkt die Fluktuation und somit auch Kosten. Ein Gewinn für alle.

Damit der Bürosegen nicht schiefhängt: Maßnahmen für eine gute Kommunikation im Team

Eine schlechte Kommunikation im Team kann mehrere Gründe haben. Ihnen auf die Schliche zu kommen und aktiv gegenzusteuern, kann das Arbeitsklima schnell wieder auf Vordermann bringen. Im folgenden finden Sie die 3 häufigsten Ursachen für schlechte Stimmung im Büro und welche Maßnahmen helfen.

1. Der Umgangston aus der Hölle vs. das freundliche Büro

Der Umgangston aus der Hölle: Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus. Ein fairer und freundlicher Umgangston unter den Kollegen im Büro ist deshalb das A und O für gute Kommunikation im Team. Wo ein „Guten Morgen“ Mangelware ist und man auch sonst wenig Interesse füreinander bekundet, sucht man ein freundliches Miteinander mit der Lupe. Sind Intrigen das tägliche Pausenbrot oder werden Kollegen sogar gemobbt, zeugt das von ganz schlechtem Stil in der Team-Kommunikation. Ständige Krankmeldungen, eine hohe Fluktuation und miese Arbeitsleistungen sind das Ergebnis.

Das freundliche Büro: Wertschätzung ist das Zauberwort. Grundlegende Höflichkeit sollte von jedem Kollegen erwartet werden dürfen. Ist ein freundlicher Umgang ohne Weiteres nicht möglich, kann man tiefer graben: Braucht der Mitarbeiter Gelegenheit, ein altes Problem aus der Welt zu schaffen? Gibt es unterschwellige Konflikte, die das Miteinander vergiften? Hier kann auch ein externer Mediator helfen, gemeinsame Werte in der Kommunikation zu finden. Regelmäßige Team-Veranstaltungen helfen zusätzlich, um freundschaftliche Bande zu den Bürokollegen zu knüpfen.

2. Geheimdienstgetue vs. Transparenz

Geheimdienstgetue: Ein häufiger Umstand, der zu empfindlichen Störungen in der Team-Kommunikation führt, ist mangelnde Transparenz. Diese kann zum Beispiel die Aufgabenverteilung im Büro betreffen. Auch unklare Zielvorgaben sind Anlass für Missverständnisse und Streit.

Der Klassiker der Intransparenz ist allerdings die Informationspolitik eines Betriebs: Werden wichtige Informationen zu spät, nur lückenhaft oder gar nicht übermittelt, klaffen in der Team-Kommunikation sehr schnell tiefe Wunden. Hier können die Chefetage wie auch jeder einzelne Mitarbeiter Abhilfe schaffen.

Transparenz: Klar definierte und offen kommunizierte Rollen und Zuständigkeiten geben einen perfekten Rahmen für eine gute Kommunikation im Team: Jeder kennt den richtigen Ansprechpartner, Kompetenz wird deutlich abgesteckt und Aufgaben können fristgerecht erledigt werden. Die Büroorgansiation sollte also so strukturiert sein, dass sie die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten erleichtert.

Gleichzeitig sollte natürlich auch der Informationsfluss transparent und sinnig gestaltet werden: Nicht jede Nachricht ist für jeden Mitarbeiter wichtig, aber eine fristgerechte und lückenlose Auskunft an den richtigen Kollegen ist Gold wert. Auch ein offen kommuniziertes Unternehmensziel kann Positives zur Team-Kommunikation beitragen. Gemeinsame Ziele schaffen ein starkes Gemeinschaftsgefühl und geben eine verbindliche Marschrichtung für alle vor.

3. Das große Schweigen vs. konstruktives Feedback

Das große Schweigen: Sie haben sich für ein Projekt so richtig reingehangen und dafür sogar Überstunden in Kauf genommen? Doch der Chef schweigt sich zu Ihren Bemühungen bisher aus. Und worauf Sie gestern noch stolz waren, ist heute für die Katz’. Dabei freut sich jeder über Lob und Anerkennung. Fehlt eine Rückmeldung zu Arbeitsergebnissen, leidet die Motivation und die Stimmung. Bekommt ein anderer Kollege dann unverhofft einen Lorbeerkranz, kocht schnell das Blut im Kollegenkreis.

Konstruktives Feedback: Ein freundliches „Du hast gute Arbeit gemacht“ kostet nichts und wirkt doch wie Balsam in der Team-Kommunikation. Das hebt nicht nur die Arbeitslaune, sondern festigt auch das Vertrauen im Team. Dabei gilt aber die Grundregel: nicht nach dem Gießkannenprinzip, denn übermäßiges Lob wirkt schnell unglaubwürdig und die motivierende Eigenschaft ist dahin.

Ist es mal nicht so gut gelaufen, sollten Fehler konstruktiv angesprochen werden: hier haben Schuldzuweisungen oder persönliche Angriffe nichts zu suchen. Vielmehr sollte zusammen aktiv nach Lösungen gesucht werden. Wer bei schwierigen Aufgaben kurz davor ist, das Handtuch zu werfen, darf auch hierzu gern Feedback geben und um Unterstützung bitten. Ehrlichkeit und gegenseitige Unterstützung stärken die Kommunikation im Team und schweißen zusammen. So übersteht man auch mal schlechte Wetter im Büro.

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