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Mini-Urlaub im Büro – warum Arbeitspausen wichtig sind

Pausen sind die Löcher im Käse des Lebens: Was die deutsche Aphoristikerin Waltraud Puzicha mit einem Augenzwinkern ausdrückt, stellt sich bei näherem Hinsehen als wahr heraus. Wer täglich 8 Stunden im Büro verbringt, weiß, wie wohltuend die kleinen Löcher, die Arbeitspausen, sind. Dennoch verzichten viele Angestellte in Deutschland auf ihre Pausen, wie eine Umfrage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin feststellte. Demnach lassen Angestellte ihre Pausen deshalb ausfallen, weil sie nicht in den Arbeitsablauf passten oder die Arbeitslast so hoch wäre, dass keine Zeit für Pausen bliebe.

Dabei weisen mehrere psychologische Studien inzwischen nach, dass Pausen viele positive Aspekte haben. Regelmäßige Arbeitspausen im Büro

  • stellen die Konzentrationsfähigkeit wieder her
  • vermeiden die Fehleranfälligkeit
  • verbessern die Gedächtnisleistung von Angestellten
  • verringern Stress und stressbedingte Erkrankungen wie Schlafstörungen oder Depressionen
  • unterstützen langfristig eine Work-Life-Balance

Tatsächlich lassen sich Erholungsphasen nicht aufschieben. Wer also ohne Pause 8 Stunden im Büro durchackert, wird sich nach Feierabend deutlich erschöpfter fühlen und mitunter sogar mehr Zeit brauchen, um sich wieder vollständig zu regenerieren. Nicht zuletzt sind auch arbeitsrechtlich Pausen zwingend vorgeschrieben. Im Folgenden erfahren Sie, was bei Arbeitspausen zu beachten ist und wie Sie Ihre Pausen im Büro zu Ihren persönlichen Löchern im Käse machen.

Gesetzliche Vorschriften zu Arbeitspausen im Büro

Die Länge der Pausenzeiten ist in der Betriebsvereinbarung beziehungsweise im Arbeitsvertrag geregelt. Grundlage hierfür ist immer der gesetzliche Mindestanspruch, der in Paragraph § 4 des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) geregelt ist.

  • Bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 bis zu 9 Stunden ist eine im Voraus feststehende Arbeitspause von mindestens 30 Minuten zu gewährleisten.
  • Bei mehr als 9 Stunden Arbeitszeit muss die Pause mindestens 45 Minuten betragen.
  • Nach 6 Stunden ununterbrochener Arbeit muss zwingend eine Pause eingelegt werden.
  • Die Arbeitspause muss nicht am Stück genommen, sondern kann auch auf Abschnitte von mindestens 15 Minuten verteilt werden.

Der Arbeitgeber darf auch andere Pausenregelungen treffen, solange er sich an die gesetzlichen Vorgaben hält. So kann er etwa längere Pausen als die gesetzlich vorgeschriebenen anordnen, wenn sie nicht völlig unangemessen sind.

Die kleine Freiheit zwischendurch – der Gesetzgeber gibt mit den Pausenregelungen wichtige Mindestanforderungen zum Angestelltenschutz

Betrachten Sie Ihre Arbeitspause im Büro unbedingt als kleine Freiheit. Obwohl der Arbeitgeber aufgrund seines Direktionsrechts bestimmen darf, wann Sie beispielsweise in Ihre Mittagspause gehen dürfen, entscheiden Sie selbst, wie Sie Ihre Pause gestalten. So steht es Ihnen völlig frei, ob Sie ein Nickerchen machen, sich mit einem Buch in ein nahegelegenes Café setzen oder im Fitnessstudio schnell ein paar Kilometer auf dem Laufband hinter sich bringen.

Wenn in Ihrem Büro mehr als 10 Arbeitnehmer beschäftigt werden und die Büroräume kein geeignetes Umfeld bieten, um eine Erholung zu gewährleisten (Störungen durch Telefonklingeln, Kundenbesuch, etc.), haben Sie laut Anhang der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) sogar Anspruch auf einen Pausenraum. Durch dieselbe Verordnung sind zudem regelmäßige Erholungszeiten bei der Beschäftigung an Bildschirmarbeitsplätzen geboten.

Gekonnt Löcher in den Käse bohren – so holen Sie alles aus Ihrer Arbeitspause im Büro heraus

Es gibt zahlreiche Vorschläge und Meinungen dazu, wie Büroangestellte am besten ihre Pause gestalten sollten. Zwischen all den gut gemeinten Ratschlägen lassen sich dennoch 3 grundsätzlich stimmige Empfehlungen ausmachen:

  • Kurze aber dafür häufigere Pausen sind am besten
  • Die ideale Pausengestaltung ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich
  • Hauptsache weg vom Schreibtisch

Mit 5 Minuten Pause zu 55 Minuten mehr Leistung

Gerade für Angestellte mit einem Bildschirmarbeitsplatz sind Mini-Pausen zwischendurch empfehlenswert. Dazu sind schon 5 Minuten pro Arbeitsstunde ausreichend. Wichtig ist, dass in dieser kurzen Zeit ein Belastungswechsel, also ein Unterschied zur vorherigen Tätigkeit stattfindet. Statt zu sitzen, sollten Sie aufstehen oder umhergehen. Um die Augen zu entspannen, wirkt ein Blick aus dem Fenster ebenfalls wahre Wunder. Ein kurzer Plausch mit den Kollegen an der Kaffeemaschine lenkt Ihre Gedanken von der Arbeit ab und stärkt die soziale Bindung. Auch kurze Entspannungseinheiten, wie Rückenübungen, Meditation oder Yoga machen eine Mikro-Pause zur wahren Energiequelle.

Gestalten Sie Ihre Pause so, wie es Ihnen gut tut

Jeder Mensch hat eine andere Art, sich zu entspannen. Dementsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten, die Arbeitspause zu gestalten. Einige Kollegen lockt es zum Mittagessen in die Kantine, während andere sich lieber bei einem Spaziergang die Beine vertreten. Auch eine kleine Shopping-Tour oder private Erledigungen werden gern in der Arbeitspause gemacht. Der kurze Mittagsschlaf, auch Power-Nap genannt, gewinnt immer mehr Anhänger. Unabhängig davon, wie Sie am liebsten Ihre Pause verbringen: Nehmen Sie die kleine Auszeit bewusst wahr und vermeiden Sie jeden Gedanken an die Arbeit.

Schnell mal vor die Tür für eine erholsame Arbeitspause

Der berühmte Tapetenwechsel ist vor allem in der Arbeitspause goldrichtig. Sorgen Sie also für eine räumliche Trennung von Ihrem Schreibtisch, damit Sie richtig abschalten können. Wer keine Kurzpausen machen kann oder will, verlässt seinen Schreibtisch am besten für je 15 Minuten am Vormittag und Nachmittag. In der Mittagspause können Sie Ihren Arbeitsplatz sogar für 30 Minuten getrost sich selbst überlassen.

Warum ausgerechnet die Raucherpause eine gute Pause ist

In der Diskussion um eine gesunde Pausenkultur in Büros loben Experten ausgerechnet die klassische Raucherpause. Tatsächlich werden schon Forderungen laut, die die Raucherpause für Alle verlangen: Ohne die Zigaretten natürlich! Denn im Grunde vereint die Raucherpause die Aspekte, die für eine effektive Kurzerholung ausschlaggebend sind: die richtige Pausenlänge von maximal 5 Minuten, den sozialen Austausch unter Kollegen, der nicht selten eine thematische Ablenkung von der Arbeit ist und eine tiefere und entspanntere Atmung.

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