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Teamentwicklung am Arbeitsplatz – was Delfine mit guter Büroarbeit zu tun haben

Was haben eine Schule von Delfinen, eine Erdmännchen-Kolonie und ein Ameisenstaat gemeinsam? Die ersteren wenden clevere Jadgtaktiken an, bei denen jeder seinen Teil zum Erfolg beiträgt. Erdmännchen wiederum teilen sich die lebenswichtige Aufgabe, mit der Nahrungsaufnahme beschäftigte Artgenossen vor Feinden zu warnen. Ameisen schließlich sind durch eine komplexe Arbeitsteilung mit hocheffizienten Ergebnissen bekannt. Kurzum: All diese Tierarten leben in glänzend organisierten Teams, die sich im Laufe der Evolution entwickelt haben. Was Sie von der Tierwelt für die Teamentwicklung im Büro lernen können, erfahren Sie in unserem Artikel.

Teamentwicklung – komplexe Prozesse für ein starkes Miteinander

Delphine, Erdmännchen oder Ameisen sind nicht die einzigen Tiere, die dank ausgeklügelter Teamarbeit erfolgreich sind. Auch andere Arten haben im Laufe der Evolution Teamstrategien entwickelt, die ihnen das Überleben sichern. Auf die Bürowelt übertragen heißt das: Nur, weil Sie mit mehreren Kollegen ein Büro oder bestimmte Arbeitsaufgaben teilen, sind Sie nicht zwangsläufig ein Team. Eher eine Ansammlung von Angestellten, die sich möglicherweise gut verstehen und auch ab und an mal behilflich sind. Von einem echten Team ist erst auszugehen, wenn 3 wichtige Voraussetzungen in der täglichen Arbeit miteinander erfüllt sind:

  1. Jedes Teammitglied kennt nicht nur seine Rolle und die damit verbundenen Aufgaben, sondern auch die der Kollegen
  2. Diese Rollen sind aufeinander abgestimmt und ergänzen sich wechselseitig in der täglichen Arbeit
  3. Alle Teammitglieder arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin

Gute Teamarbeit entsteht also nicht durch Zufall, sondern ist immer Teil eines Teamentwicklungsprozesses: Mitarbeiter müssen ihre Rolle erst finden, sich aufeinander abstimmen lernen, sowie Leistungspotentiale und persönliche Voraussetzungen in das Teamgefüge integriert werden. Auf dem Weg dahin kann es schon mal ordentlich im Getriebe knirschen und die Produktivität absinken. Doch keine Sorgen: Diese Entwicklung ist ganz normal und Teil eines jeden Teambildungsprozesses.

Das 5-Phasen-Modell der Teamentwicklung nach B. Tuckman

Der Psychologe Bruce W. Tuckman fasste den Prozess der Teamentwicklung in 5 Phasen zusammen:

Forming – die Orientierungsphase.

In dieser Phase wissen Sie und Ihre Kollegen noch nicht viel voneinander. Die Potentiale und Eigenschaften des Gegenübers sind noch genauso unklar wie die konkreten Anforderungen aneinander und an die Aufgaben. Die Produktivität in dieser Phase ist sehr gering.

Storming – die Konfrontationsphase:

In dieser Phase stürmt es mitunter gewaltig – in positivem wie auch negativem Sinn. Sie und Ihre Kollegen merken nun, mit wem die Zusammenarbeit besser gelingt und mit wem nicht. Es bilden sich Grüppchen und die Arbeitslast wird oft als deutlich höher und schwieriger wahrgenommen. Mitunter kann es auch zu handfesten Rollenkonflikten und Machtkämpfen kommen, die eher emotionaler statt sachlicher Natur sind. Ein zuvor gewonnener Produktivitätszuwachs kann hier wieder ausgebremst werden.

Norming – die Organisationsphase:

Haben Sie die Konfrontationsphase erfolgreich gelöst, kommt es nun zu einem offenen Austausch zwischen Ihnen und Ihren Kollegen. Gemeinsam entwickeln Sie feste Regeln und Prozesse, die das Miteinander auf eine verbindliche Norm bringen. Sie werden sich nun lösungsorientierter mit Ihren Kollegen auseinandersetzen und nicht mehr länger die Beziehungen, sondern die Aufgaben in den Mittelpunkt stellen. In dieser Phase nimmt die Leistungsbilanz wieder richtig Fahrt auf.

Performing – die Leistungsphase:

In dieser Phase sind Sie und Ihre Kollegen wie die Schule von Delfinen, die sich mit Erfolg auf einen Fischschwarm stürzt: Sie arbeiten effizient, eigenständig und mit gegenseitiger Wertschätzung. Die zuvor erarbeiteten Werte und Normen verhelfen Ihnen zu maximaler Produktivität. Sie sind jetzt ein vollwertiges Team.

Adjourning – die Auflösungsphase:

Diese Phase gehört nur bedingt zur klassischen Teamentwicklung, wird in Zeiten schnellerer Jobwechsel und Projektarbeit aber immer wichtiger. In dieser letzten Phase beginnt der Auflösungsprozess Ihres Teams. Das kann immer dann passieren, wenn Kollegen die Arbeitsstelle verlassen oder ein bestimmtes Projekt beendet wird. Die gefundenen Rollen werden aufgegeben und auch auf persönlicher Ebene lösen sich die Beziehungen wieder voneinander.

Auch wenn Sie und Ihr Team in der Leistungsphase angekommen sind, heißt es nicht, dass die Teamentwicklung abgeschlossen ist. Neue Kollegen, Änderungen in der Arbeitsstruktur oder ein allgemeines Motivationstief können das erarbeitete Gleichgewicht stören und erfordern ein ständiges Arbeiten an Ihrem Teamgefüge. Nicht selten zerbrechen Teams schon in der Storming-Phase, bleiben in einer Phase hängen oder durchlaufen den gesamten Teamentwicklungsprozess mehrmals.

Helfen spaßige Teamevents dabei, den richtigen Teamgeist zu entwickeln?

Benötigen Führungskräfte Unterstützung bei der Teamentwicklung, gibt es mittlerweile ein vielfältiges Angebot an professionellen Coachings, Seminaren und Workshops, auf das sie zurückgreifen können. Hier werden in der Regel entweder nur die Teamleiter von erfahrenen Coaches geschult oder gleich das ganze Team. Ziel dieser Hilfestellungen ist es, ein positives Arbeitsklima zu schaffen, das eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ermöglicht, bei der sich jedes Teammitglied einbringen kann. Außerdem helfen Sie Teams, Ihre Stärken kennen zu lernen, um sie produktiv einzusetzen.

Doch was bringen Teamevents, die von einem eher spaßigen Charakter sind? Sind ein Tag im Hochseilgarten, Schnipseljagden, Kochkurse oder Escape Games wirklich dazu geeignet, tiefgreifende Probleme in Teams anzugehen und den Teamentwicklungsprozess voran zu bringen? Sie ahnen es schon: Reine Spaß-Aktionen sind nur sehr bedingt zum Teambuilding geeignet.

Teamevents können ein Problem nicht weg“spaßen“

Obwohl die Spielideen zwar für Spaß und gute Laune im Team sorgen, reichen Sie nicht aus, um ein Team für die Anforderungen im Büroalltag fit zu machen. Gerade tiefergehende Konflikte wie fehlende Zielstellungen oder eine nicht von allen akzeptierte Teamverantwortliche können mit Kochkurs und Co. nicht bewältigt werden.

Dennoch sollten die kleinen gemeinsamen Auszeiten vom Büroalltag nicht verteufelt werden. Ein schönes Erlebnis außerhalb des Büros stärkt immerhin die emotionale Bindung und Loyalität unter den Teammitgliedern. Spaßevents können auch auf den Berufsalltag bezogen ausgewählt werden. Im Rahmen der wissenschaftlich basierten Methode des „Action Learning“ tüfteln kleine Teams ganz unkonventionell an einem Projekt, um ein echtes Unternehmensproblem zu bearbeiten.

Wenn das Event anschließend noch auf den Arbeitsalltag bezogen ausgewertet und reflektiert wird, kann ein Entwicklungsprozess im Team angestoßen werden. Nicht zuletzt kann ein Paintballspiel oder Cocktailkurs im Rahmen eines Schulungswochenendes oder Coachings für Lockerung sorgen und ein fundiertes Arbeiten an der Teamentwicklung angenehm ergänzen. Wer jagenden Delphinen einmal bei ihrer Teamarbeit zugeschaut hat, weiß, dass auch bei Ihnen der Spaß nicht zu kurz kommt.

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