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Gesetzliche Pausenzeiten und Tipps für maximale Erholung im Büro

Die große Pause: Für viele war sie während der Schulzeit das Highlight des Tages. Doch später, im Berufsleben, verzichten nicht wenige Angestellte in Deutschland auf diese kurze Unterbrechung von ihren Pflichten. Auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hin stellte sich 2018 heraus, dass etwa ein Viertel aller Arbeitnehmer:innen die gesetzliche Pausenzeit nicht einhält. 

Dabei weisen mehrere psychologische Studien inzwischen nach, dass Pausen viele positive Aspekte haben. Regelmäßige Arbeitspausen im Büro

  • stellen die Konzentrationsfähigkeit wieder her
  • vermeiden die Fehleranfälligkeit
  • verbessern die Gedächtnisleistung von Angestellten
  • verringern Stress und stressbedingte Erkrankungen wie Schlafstörungen oder Depressionen
  • unterstützen langfristig eine Work-Life-Balance

Besonders problematisch: Erholungsphasen lassen sich nicht aufschieben! Wer also acht Stunden im Büro durchackert, wird sich nach Feierabend deutlich erschöpfter fühlen. Sie brauchen dann abends mehr Zeit, um sich wieder vollständig zu regenerieren. Nicht zuletzt sind laut Arbeitszeitgesetz Pausen zwingend vorgeschrieben

Gesetzliche Pausenzeiten im Büro

Ab wieviel Stunden ist eine Pause überhaupt vorgeschrieben? Und welche Pausenzeiten sieht das Gesetz konkret vor? Die Länge der Pausenzeiten ist in der Betriebsvereinbarung beziehungsweise im Arbeitsvertrag geregelt. Grundlage hierfür ist der Mindestanspruch, den das Arbeitszeitgesetz für Pausen vorsieht, nachzulesen in § 4 des ArbZG.

  • Bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 bis zu 9 Stunden ist eine im Voraus feststehende Arbeitspause von mindestens 30 Minuten zu gewährleisten.
  • Bei mehr als 9 Stunden Arbeitszeit muss die Pause mindestens 45 Minuten betragen.
  • Nach 6 Stunden ununterbrochener Arbeit muss zwingend eine Pause eingelegt werden.
  • Die Arbeitspause muss nicht am Stück genommen, sondern kann auch auf Abschnitte von mindestens 15 Minuten verteilt werden.

Der Arbeitgeber darf auch andere Pausenregelungen treffen, solange er sich an die gesetzlichen Vorgaben hält. So kann er etwa längere Pausen als die gesetzlich vorgeschriebenen anordnen, wenn sie nicht völlig unangemessen sind.

Die kleine Freiheit zwischendurch – die gesetzliche Pausenregelung gibt wichtige Mindestanforderungen zum Angestelltenschutz

Betrachten Sie Ihre Arbeitspause im Büro unbedingt als kleine Freiheit. Obwohl der Arbeitgeber aufgrund seines Direktionsrechts bestimmen darf, wann Sie beispielsweise in Ihre Mittagspause gehen dürfen, entscheiden Sie selbst, wie Sie Ihre Pause gestalten. So steht es Ihnen völlig frei, ob Sie ein Nickerchen machen, sich mit einem Buch in ein nahegelegenes Café setzen oder im Fitnessstudio schnell ein paar Kilometer auf dem Laufband hinter sich bringen.

Wenn in Ihrem Büro mehr als 10 Arbeitnehmer beschäftigt werden und die Büroräume kein geeignetes Umfeld bieten, um eine Erholung zu gewährleisten (Störungen durch Telefonklingeln, Kundenbesuch, etc.), haben Sie laut Anhang der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) sogar Anspruch auf einen Pausenraum. Das kann z.B. eine Teeküche sein, in der Sie sich einen gesunden Mittagssnack zubereiten können. Darüber hinaus sieht die Arbeitsstättenverordnung für Bildschirmarbeitsplätze regelmäßige Pausen vor. Denn selbst wenn Sie auf ergonomisches Sitzen achten, sollten Sie zwischendurch dringend für Abwechslung vom PC sorgen!

➳ Tipp: Auch wenn Sie allein oder mit einem kleinen Team arbeiten, sollten Sie nicht die Pause am Arbeitsplatz verbringen. Stehen Sie auf, laufen Sie herum und verlassen Sie ruhig mal kurz das Büro. In unseren First Choice Business Centern laden moderne Coffee und Business Lounges ein, es sich mit einer Tasse Kaffee oder Tee gemütlich zu machen. Hier kommen Sie auf andere Gedanken und können Kontakte zu Ihren Büronachbarn im Center knüpfen! Kaffee und Tee genießen Sie bei uns übrigens dank Flatrate so viel Sie möchten. 

So holen Sie alles aus den Pausen in der Arbeitszeit heraus

Es gibt zahlreiche Vorschläge und Meinungen dazu, wie Büroangestellte am besten ihre Pause gestalten sollten. Zwischen all den gut gemeinten Ratschlägen lassen sich dennoch 3 grundsätzlich stimmige Empfehlungen ausmachen:

  • Kurze aber dafür häufigere Pausen sind am besten
  • Die ideale Pausengestaltung ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich
  • Hauptsache weg vom Schreibtisch

Kurze Pause: 5 Minuten Pause für 55 Minuten mehr Leistung

Gerade für Angestellte mit einem Bildschirmarbeitsplatz sind kurze Pausen während der Arbeitszeit empfehlenswert. Studien belegen, dass häufige und kurze Pausen unter 15 Minuten besonders gut geeignet sind, um Muskel-Skelett-Beschwerden vorzubeugen. Dazu sind schon 5 Minuten pro Arbeitsstunde ausreichend. Wichtig ist, dass in dieser kurzen Zeit ein Belastungswechsel, also ein Unterschied zur vorherigen Tätigkeit stattfindet. Statt zu sitzen, sollten Sie aufstehen oder umhergehen. Um die Augen zu entspannen, wirkt ein Blick aus dem Fenster ebenfalls wahre Wunder. Ein kurzer Plausch mit den Kolleg:innen an der Kaffeemaschine lenkt Ihre Gedanken von der Arbeit ab und stärkt die soziale Bindung. Besonders wohltuend für alle, die den ganzen Tag sitzen, sind aktive Pausen: Kurze Entspannungseinheiten, wie Rückenübungen, Meditation oder Yoga machen eine Mikro-Pause zur wahren Energiequelle.

Gestalten Sie Ihre Pause so, wie es Ihnen gut tut

Jeder Mensch hat eine andere Art, sich zu entspannen. Dementsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten, die Arbeitspause zu gestalten. Viele verbringen ihre Pause gern mit den Kolleg:innen z.B. bei einem gemeinsamen Mittagessen. Andere vertreten sich lieber bei einem Spaziergang die Beine. Auch eine kleine Shopping-Tour oder private Erledigungen werden gern in der Arbeitspause gemacht. Der kurze Mittagsschlaf, auch Power-Nap genannt, gewinnt immer mehr Anhänger. Unabhängig davon, wie Sie am liebsten Ihre Pause verbringen: Nehmen Sie die kleine Auszeit bewusst wahr und vermeiden Sie jeden Gedanken an die Arbeit.

Schnell mal vor die Tür für eine erholsame Arbeitspause

Der berühmte Tapetenwechsel ist vor allem in der Arbeitspause goldrichtig. Sorgen Sie also für eine räumliche Trennung von Ihrem Schreibtisch, damit Sie richtig abschalten können. Wer keine Kurzpausen machen kann oder will, verlässt seinen Schreibtisch am besten für je 15 Minuten am Vormittag und Nachmittag. In der Mittagspause können Sie Ihren Arbeitsplatz sogar für 30 Minuten getrost sich selbst überlassen.

Ideal ist es natürlich, wenn Sie Ihre Pause an der frischen Luft verbringen können. Im First Choice Business Center Neuss bietet sich der direkt gegenüber liegende Park um die Galopprennbahn für Spaziergänge im Grünen an. Am Airport München können Sie einen Streifzug durch den modernen Business Park machen und das vielseitige Sport- und Freizeitprogramm entdecken. In Wiesbaden liegt unser First Choice Business Center mitten in der City direkt am Hauptbahnhof, sodass Sie die Pause für einen kleinen Stadtbummel, zum Einkaufen oder für andere Erledigungen nutzen können. Auch in Essen finden Sie uns in zentraler Lage im Ruhrturm, sodass Sie Ihre Arbeitspause an der frischen Luft mit den verschiedensten Aktivitäten füllen können. 

Wenn Sie Interesse an einem Büro mit vielseitigen Möglichkeiten zur Pausengestaltung haben, kommen Sie gern einmal vorbei! Schicken Sie uns einfach eine kurze Nachricht, wir freuen uns, einen Termin mit Ihnen zu vereinbaren.

Sind Raucherpausen während der Arbeitszeit erlaubt?

Auch wenn das Rauchen generell auf dem Rückzug ist: Kurze Zigaretten- oder Dampfpausen sind in den meisten Unternehmen weiterhin gang und gebe. Aber sind solche Raucherpausen in der Arbeitszeit wirklich erlaubt? Grundsätzlich lautet die Antwort ja, denn natürlich haben Raucher:innen denselben Anspruch auf Arbeitspausen wie ihre nichtrauchenden Kolleg:innen. Allerdings müssten sie jede kurze Raucherpause auf ihre Pausenzeit anrechnen – und nicht etwa zusätzlich noch eine halbe Stunde Mittagspause nehmen. Streng genommen ist es also Arbeitszeitbetrug, wenn die Raucherpause zur regulären Pause dazukommt. Schlimmstenfalls müssen Mitarbeiter:innen mit einer Abmahnung rechnen.  

Warum ausgerechnet die Raucherpause viele Vorteile hat

In der Diskussion um eine gesunde Pausenkultur in Büros loben Experten ausgerechnet die klassische Raucherpause. Tatsächlich werden schon Forderungen laut, die die Raucherpause für Alle verlangen: Ohne die Zigaretten natürlich! Denn im Grunde vereint die Raucherpause die Aspekte, die für eine effektive Kurzerholung ausschlaggebend sind: die richtige Pausenlänge von maximal 5 Minuten, den sozialen Austausch unter Kollegen, der nicht selten eine thematische Ablenkung von der Arbeit ist und eine tiefere und entspanntere Atmung.

Pausen im Home Office

Grundsätzlich gelten im Home Office genau dieselben gesetzlichen Pausenzeiten wie im Büro auch. Wenn Sie zu Hause arbeiten, vergessen Sie also nicht, regelmäßig Pause zu machen. Auch sonst können Sie alle bereits genannten Tipps beherzigen: Stehen Sie auf, verlassen Sie Ihren Arbeitsplatz und sorgen Sie für Abwechslung. Nutzen Sie die Zeit für eine aktive Pause mit Bewegung. Das Arbeiten ohne Pause hat Folgen, die sich in allen Lebensbereichen negativ auswirken können: Sie arbeiten weniger konzentriert und effizient, werden leichter krank und sind eher von Burnout gefährdet. Gehen Sie daher am Arbeitsplatz stets achtsam mit sich selbst um, ganz unabhhängig davon, wo sich dieser Arbeitsplatz gerade befindet! 

Wenn Sie die Pause im Home Office gern mal vergessen, testen Sie doch mal unser Coworking Angebot! Vielen fällt es leichter, die gesetzlichen Pausenzeiten einzuhalten, wenn es eine deutliche räumliche Trennung zwischen Beruf- und Privatleben gibt. Zudem werden Sie als Coworker ganz schnell Teil unserer bunten Community und gemeinsam macht die Pause schließlich am meisten Spaß! 

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